Drei Stufen:

Vereinfacht betrachtet sind wir von  Moment zu Moment  in einer der drei folgenden Sufen:

In der ersten Stufe leben wir für uns selbst: für meine Gefühle, meine Wünsche, meine Triebe – das was ich will. In Liebesbeziehungen wollen wir etwas vom Partner/Partnerin: Sicherheit, Geborgenheit, Sex, geliebt werden u.s.w.  Es entwickeln sich daraus Muster von Co-Abhängigkeit zwischen den Partnern.

In der zweiten Stufe beginnen wir zu erkennen, dass die Anderen auch berechtigte Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse haben. Wir können uns darüber austauschen, uns abgrenzen und einen Ausgleich zwischen den Bedürfnissen versuchen herzustellen. Wir lernen unsere Bedürfnisse kennen und Wege dafür einzutreten. In Liebesbeziehungen verwenden wir z.B. den kontrollierten Dialog: „Ich sehe, dass du jetzt ärgerlich bist. Ich bin für deinen Ärger aber nicht verantwortlich. Kannst du mir bitte sagen, ob du mich verstanden hast.“ Dabei sind uns die ungeliebten Gefühle, unsere Muster und Gedanken oft im Weg. Viele Therapien versuchen, uns den Übergang von der ersten Stufe in die zweite Stufe zu erleichtern.

In der dritten Stufe haben wir erkannt, dass es weder um uns selbst noch um den Anderen geht, sondern etwas viel Größeres sich durch uns hindurch ausdrücken möchte. Nur wenn wir uns in den gegenwärtigen Moment hinein öffnen und entspannen, können wir die Quelle als kunstvoll gelebtes Leben wirken lassen.

Viele Wege zur dritten Stufe sind möglich. Wir können uns alleine oder mit anderen und mit spirituellen Lehrern oder ohne öffnen. Eine Möglichkeit die Welt zu betrachten ist, das die Einheit sich als Zweiheit zeigt, als Sehnsucht sich zu erfahren und wieder zu vereinen. David Deida beschreibt diesen Weg.

Deidas Arbeit kann in drei Stufen genutzt werden: (1) damit ich erfülltere Liebesbeziehungen führen kann, (2) damit ich mich besser mit meinem Partner über unsere unterschiedlichen Bedürfnisse verständigen kann und (3) um mein Herz zu öffnen, das Herz des Partners zu spüren und zu tun was ihn/sie tiefer in die Liebe bringt.

Weiter mit „Das Ying-Yang-Spiel“ –  Grundlagen 3/8

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