Das Yin-Yang-Spiel

Die Zweiheit zeigt sich als und Energie. Während die Energie alles was ist umfasst, was lebendig, im ständigen Fluss uns umtost, ist die Yang Energie die pure, unbewegliche Bewusstheit. Konkret drückt sich diese in einem ganzen Spektrum von Yin und Yang Kräften aus, die wir sowohl in Frauen als auch Männern finden.

Die Yin Energie ist z.B.  gerne identifiziert mit: Gefühlen, der Komplexität von Beziehungsnetzen, Liebesdingen, Familie, Schönheit, Musik, Bewegung und Essen. Die Yang Energie ist z.B. gerne identifiziert mit: Ziele verfolgen, gewinnen, sich auf eine Aufgabe konzentrieren oder in Leerheit meditieren.
Frauen und Männer können das bunte Spektrum von Yin und Yang Energie in sich entwickeln. Etwa 80 % der Frauen fühlen sich jedoch zutiefst entspannt und zuhause, wenn sie sich mit dem Yin Teil identifizieren. Entsprechend ist es bei etwa 80 % der Männer mit dem Yang Teil. David Deida beschreibt dieses als Identifikation mit der weiblichen bzw. männlichen Essenz (Wesenskern). Zu wissen welche Energie der eigene Wesenskern hat, löst einen großen Teil der Verwirrung bereits auf.
Etwa 10 % der Frauen fühlen eine stärkere Identifikation mit der männlichen Essenz und sind todunglücklich, wenn sie – auf Grund ihrer körperlichen Geschlechtszugehörigkeit – diesen Teil nicht leben sollen. Für ca. 10 % der Menschen gibt es eine gleichförmige Anziehungskraft durch beide Energien.  Auch in homosexuellen Beziehungen finden wir diese Energiefelder.  Für 20 % der Leser/innen  passen Deidas Aussagen daher zunächst nicht, wenn wir sie zur Vereinfachung als „männliche“ und „weibliche“ Energie übersetzen.

Es gibt Standard-Dramen die wir unbewusst wieder und wieder kreieren: Der Yin Teil möchte geliebt sein. Sie denkt sich – so scheint es – unablässig neue Prüfungen aus, um sich der Liebe des Yang Teils zu vergewissern. Keine positive Erfahrung scheint davor zu schützen wieder tief in das Gefühl von „ungeliebt sein“ zu fallen. Der Yang Teil lebt mit dem Drama des Erfolges, etwas erreichen, zu Ende bringen oder in Ordnung bringen. Er denkt sich (unbewusst) neue Herausforderungen aus und ist allenfalls kurz mit dem Erreichten zufrieden. Beide Dramen sind in der Liebesbeziehung auf geradezu perfide Weise zu einem Drama Ping-Pong verknüpft. Ausweglos bleibt nur die Hingabe an den Augenblick und – bei steigender Bewusstheit – das Herausspringen aus dem eigenen Muster um dem Partner zu geben, was er/sie gerade braucht.

Weiter mit „Tiefe und Weite“ – Grundlagen 4/8

Diese Seite mit Ihren Freunden teilen?